Herausforderung: Backe einen Kuchen OHNE Ei, Gluten & Milch

Heute kam Besuch, darunter eine Person mit diversen Allergien (u.a. Hühnerei, Milch, Kiwi, Banane, Apfel, Mandeln, Haselnüsse, …).
Da dies länger unentdeckt blieb, ist der Darm etwas geschädigt und verträgt vorübergehend auch kein Gluten.

Ich sollte mir zwar keine Extramühe machen, um Kuchen servieren zu können, sah dies aber als Herausforderung. Bisher hatte ich ja nur Gluten- und Laktosefrei (z.B. Biskuit aus Maismehl) bzw.
Gluten- und Eifrei (z.B. Quark-Öl-Teig mit Hirsemehl) gebacken.

Nüsse, Eier, Milch (und Milchprodukte) sowie glutenhaltige Getreide galt es zu meiden.

Für die Flüssigkeit standen also zur Auswahl: Reismilch, diverse Sojaprodukte, Selters

Glutenfreie Mehle z.B. aus Hirse (Eigengeschmack), Mais, Kartoffel (-stärke), Buchweizen (nussig im Geschmack), Quinoa, Reis (ziemlich fad).

Erlaubt waren mir auch Öl, Backtriebmittel (z.B. Hirschhornsalz, Weinsteinbackpulver) & Zucker.

Da ich bei der Wärme gern etwas Fruchtiges backen wollte, brauchte ich auch Obst. Beerenobst sei erlaubt und auch Kirschen 🙂

Ich entschied mich, Muffins mit Himbeeren sowie Muffins mit Kirschen zu backen.

Für den Teig (12 Muffins)

  • 2 Becher Hirsemehl
  • 2 Becher Maisstärke
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 Becher Zucker

in einer Schüssel mischen

  • 2 Becher Soja-Pudding Vanille
  • 1,5 Becher Selters
  • 1 Becher Sonnenblumen-Öl

in einem Extrabehälter mischen, dann zu den trockenen Zutaten geben und gut verrühren.

Da ich zwei Sorten Muffins backen wollte, habe ich anschließend den Teig auf zwei Schüsseln
verteilt und dann vorsichtig je eine Hand voll Früchte (1x Himbeeren, 1x Kirschen) untergehoben.

Anschließend habe ich den Teig in meine Silikonförmchen gegeben und im vorgeheizten Backofen
30 Minuten bei 180° Umluft gebacken.

Die Himbeer-Muffins sind mit Puderzucker bestreut und die Kirschmuffins mit Zuckerguss bestrichen.

Obwohl ich nach dem Backen etwas zweifelte aufgrund der Konsistenz beim Befreien aus den Förmchen (nachdem sie etwas abgekühlt waren), sind sie bei allen Gästen gut angekommen.

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Kuschel-/Krabbeldecke – welche Füllung?

So, ich weiß jetzt wieder, warum ich keine Patchworkdecken fertigen wollte – es dauert soooo lange 🙂

Gemacht hab ich es trotzdem, um meine Stoffreste zu verwerten. Okay, ich bin noch nicht fertig,
aber die Vorderseiten habe ich schon. Außerdem sollen noch neue Topflappen entstehen.

Die versprochene Fotostrecke folgt auch noch. Heute soll es aber um das Volumenvlies für die Füllung gehen.

Da gibt es materialtechnisch zwei Möglichkeiten – Polyester oder Baumwolle.
Je nach Verwendungszweck und persönlichen Vorlieben ist mal das eine, mal das andere empfehlenswert.

Um euch die Entscheidung zu erleichtern, möchte ich euch die beiden Stoffe heute einmal gegenüberstellen:

Baumwolle

Polyester

Pflanzliche Naturfaser Synthetische Chemiefaser (Kunstfaser)
sehr saugfähig wenig saugfähig
trocknet langsam trocknet sehr schnell
trocknergeeignet nicht trockner geeignet
hohe Schmutz- und Ölaufnahmefähigkeit
sehr hautfreundlich weich und geschmeidig
äußerst geringes Allergiepotential allergische Reaktionen/Unverträglichkeiten
nur in Einzelfällen
in feuchtem oder nassen Zustand reißfester
als in trockenem
100% nassfest

Widerstandsfähigkeit gegenüber Motten und anderen Insekten ist recht hoch

licht- & mottenbeständig

leicht entflammbar,
kann aber gekocht und auch sterilisiert werden

schmilzt bei Hitze

besonders langlebig

verrottet nicht

Für meine Kuscheldecken-Projekte habe ich mich jetzt für Volumenvlies aus Baumwolle entscheiden, weil es bei höheren Temperaturen gewaschen werden kann und auch trocknergeeignet ist. Außerdem mag ich Naturfasern lieber.