365-Tage-Quilt: Mein Block für den Januar

Mit etwas Verspätung jetzt – der Entwurf wartet hier schon seit dem Wochenende – mein aktueller Stand:

365 Tage Quilt – Mein Block für den Januar

Zugegeben – es sind jetzt schon 48 Patches, weil ich gerade Semesterferien habe, aber es kommen sicher auch wieder magere Zeiten 😀

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Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich eigentlich nicht so der Patchworker bin, deshalb musste ich mich auch mal etwas zu den Fachbegriffen belesen. Falls es manchen von euch ähnlich geht, folgt nun eine kurze Zusammenfassung der meiner Meinung nach wichtigsten Begriffe.

Patchwork-Begriffe

Die Bestandteile eines Quilts:

Backing

Das ist der Stoff für die Rückseite (von engl.: back = zurück, hinten, rückseitig)

Batting

Das ist die Wattierung des Quilts (von engl.: batting = Wattierung, Füllung).

Hierzulande werden dazu oft Vliese verwendet.

Quilttop

Das ist der aus Blöcken zusammengesetzte Stoff für die Vorderseite (von engl.: to top = oben liegen).

  • ein Block: ein Stück Stoff, welches aus mehreren Patches besteht, die nach einem bestimmten Muster oder Prinzip zusammengesetzt wurden
  • ein Patch: das eine Stück Stoff / Stoffrest (von engl.: to patch = ausbessern, flicken, reparieren)
Diese drei Teile zusammen (Rückseitenstoff, Vlies und Top) werden auch gern als Quiltsandwich bezeichnet.

Applikation

Das ist ein Stück Stoff, welches man zu Dekorationszwecken auf den Hauptstoff aufbringt / annäht /appliziert.

(von frz.: appliquer = legen, verwerten >> vermutlich Stoffrest verwerten, indem man ihn hübsch oder nützlich auflegt und annäht)

Binding

Das ist die Umrandung de Quilts, die sozusagen alles “verbindet” (von engl.: binding = Einband, Bindung).

Embroidery

Das ist das englische Wort für Stickerei / Stickarbeit / Ausschmückung

Quilt-Arten

Ursprünglich wurden / werden die Schichten des “Quilt-Sandwich” von Hand miteinander verbunden.

Maschinenquilten

Die drei Lagen des Quilts werden durch absteppen miteinander verbunden.

Freies Maschinenquilten

Der Stoff wird mit der Hand geführt, dafür muss vorab der Transporteur versenkt werden. Außerdem wird hier ohne Nähfuß genäht – idealerweise mit Stopffuß oder Federnadel.

Button-Quilting

Die Lagen des Quilts werden mit Knöpfen an einzelnen Punkten zusammen gehalten und nicht mit Quiltstichen.

Charm Quilt

Weil ich es schon bei manchen von euch im Quilt-Projekt gesehen habe, möchte ich diese Art hier auch erwähnen:

Jeder Patch ist aus einem anderen Stoff, d.h. kein Stoff kommt zweimal vor. Hier soll es besonders schwierig sein, ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen.

Sampler Quilt

Diese Art von Quilt werde ich sicher auch noch fertigen. Wer weiß, vielleicht wird mein 365-Tage-Projekt ja auch nich ein Sampler 🙂 Es ist übrigens die traditionelle Art, mit Patchwork zu beginnen.

Wie ihr sicher schon vermutet, liegt der Zweck darin, die Grundtechniken des Patchwork zu lernen.
Die so entstandenen Blöcke werden dann zu einem Quilt zusammengesetzt.

Material

Baumwollstoff

Zum Patchworken und Quilten ist Baumwollstoff bestens geeignet und wird wohl auch am häufigsten verwendet. Die Auswahl an passenden Bauwollstoffen ist groß. Es gibt sie in allen erdenklichen Farben und Mustern.

Vlies

Was man hier verwendet hängt vom Zweck und Geschmack ab.

Die Vor- und Nachteile von Baumwoll- und Polyestervliesen habe ich HIER schon einmal gegenübergestellt.

Vliesofix

Wird zum Aufbringen von Applikationen verwendet. Es wird aufgebügelt und verbindet beide Stoffschichten dauerhaft miteinander.

Fat Quarter (engl.: dickes Viertel)

Das ist ein Stoffmaß und meint in Deutschland Stoffstücke von 50×55 cm und im englischsprachigen Raum 45×55 cm. Die unterschiedlichen Abmessungen ergeben sich aus dem inch-Maß.

Long Quarter (engl.: langes Viertel)

Das ist ein Stoffstück in der Größe von 25 cm über die gesamte Stoffbreite.

Sonstige:

Nahtzugabe

Mit ein Füßchen breit ist die Breite des gesamten Nähfüßchens gemeint. Meist näht man mit halber Nähfüßchenbreite, was die Breite ab dem Nadeleinstich meint.

Bei einem Inch-Füßchen ist das 1/4 inch, bei einem Zentimeter-Füßchen 0,75 cm (entspricht 0,3 inch,
ist also nicht dasselbe!).

Nahtschatten

Beim zusammennähen der Patches zu einem Block, bügelt man die Nahtzugabe meist auf die dunklere
Seite des zusammengenähten Teils. Die Seite, zu der die Nahtzugabe nicht gebügelt ist, bildet den sogenannten Nahtschatten.

Kette nähen

Das kann ich euch nicht vorenthalten: Es ist eine effektive Art und Weise um Zeit und Garn zu sparen.

Man hat beim Patchwork ja häufiger Teile, die alle des gleichen Arbeitsschrittes bedürfen. Diese bereitet man entsprechend vor und führt sie dann nacheinander unter das Füßchen und näht sie zusammen (zu einer Kette). Wenn alle Teile genäht sind, schneidet man die Zwischenverbindungen durch.

Ich habe das auch schon ausprobiert und für euch fotografiert:

Swap (engl.: tauschen, austauschen)

Das ist, meiner Meinung nach, eine tolle Sache! Auf der facebook Fanpage hat so etwas mehr oder weniger auch schon statt gefunden, denn es ist ein Tausch z.B. von Blöcken. Wir haben aber bisher “nur” Patches getauscht.

Hättet ihr eventuell auch Lust Blöcke zu tauschen?

Schneiderpuppen – Ms. Doll hat Nachwuchs

Huhu,
bevor ich mich auf meine vorläufig letzte Prüfung (für dieses Semester) vorbereite, schnell noch ein weiterer Beitrag. Ich habe mir nämlich Familiennachwuchs für die Nähstube bestellt und der kam gestern an – echt schnell geliefert.
Und dann hab ich es heute echt noch geschafft, dass zugeschnittene Hängerchen aus Bio-Stoffen für meine Tochter (Gr.80) fertig zu nähen, welches hier schon ein paar Tage länger herum liegt:

Schneiderpuppen, die Erste:

Bio-Hängerchen

Da meine Tochter jetzt schon schläft, kann ich euch das Hängerchen gleich an Nachwuchs Nummer 1 vorstellen. Das ist eine Schneiderpuppe in der Größe 80/86/92 (1-2 Jahre).
Leider stehen die Schmetterlinge auf der Vorderseite auf dem Kopf. Ich habe es zwar vor dem Vernähen bemerkt, wollte aber den Stoff nicht verschwenden und finde es trotzdem hübsch.
Innen ist noch einmal der Webstreifenstoff, aus dem auch die Taschen sind, verarbeitet.
Die Knöpfe sind aus Holz und an der Unterkante des Kleides ist eine Ziernaht zu finden.

Verwendete Stoffe:

Bio-Hängerchen “Schmetterlingswiese”

Diese Stoffe sind alle zu 100% aus kbA-Baumwolle und GOTS-zertifiziert.Was die verschiedenen Standards so bedeuten, habe ich in diesem Post erklärt.

Warum ich lieber mit Biostoffen nähe?

Weil ich bedenkenlos für Kinder nähen möchte & mir Umweltschutz sowie sozialverträgliche Arbeitsbedingungen wichtig sind.

Bei Bekleidung bin ich übrigens komplett auf Bio-Stoffe umgestiegen. Für Taschen und Accessoires werde ich aus Nachhaltigkeitsgründen noch meine Sammlung an Baumwollstoffen aufbrauchen.

Schneiderpuppen, die Zweite:

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Das ist zwar nicht das schönste Foto, aber meine Kinder mussten das Baby heute nachmittag unbedingt im Bettchen “testen”. Der Baby-Torso in Größe 56/62/68 lässt sich übrigens auch hinstellen.

So, und wo wir schon einmal beim Thema Taschen waren – ich habe auch noch eine weitere Kindergarten-Tasche genäht. Sie ist schon etwas länger fertig, aber irgendwie habe ich sie noch nicht mitfotografiert *grübel*.

Kindergartentasche / Lenkertasche:

Kinder-Lenker-Handtasche

Die Tasche ist nach demselben Schnittmuster genäht, wie meine Uni-Tasche. Nur in klein. Und mit abnehmbarer Lenkerbefestigung. Der Tragegurt ist übrigens auch abnehmbar.

Namensfindung:

Da fällt mir ein – die Puppen haben ja noch gar keine Namen… Was haltet ihr von Kim und Sam ?

Die sind Unisex und somit für die Präsentation von Jungs- und Mädchenkleidung gleichermaßen geeignet 🙂

Eine Tasche für mich – Messenger Bag

Ich habe mir zur Abwechslung mal wieder ein E-Book gekauft – für die Messenger Bag “Bonnie”.

Im Schnitt enthalten ist auch eine kleinere Version – die Kindergartentasche “Betty”, welche man
auch als Lenkertasche nähen kann. Das finde ich sehr praktisch und werde bestimmt auch noch
Varianten für meine Kinder davon nähen.

Nun aber erst einmal zu meiner Version:

Messengerbag Messengerbag Messengerbag

Da ich meine Tasche auch mal in der Maschine waschen können möchte, habe ich mich für Baumwollstoffe entschieden, denn diese sind gut waschbar und auch trocknergeeignet.

Für mehr Festigkeit habe ich allerdings ein Vlies auf die Rückseite des Außenstoffes gebügelt. Dieses Vlies ist aus Polyamid (PA) & Polyester (PE), die verwendeten Gurtbänder sind aus Polypropylen (PP). Da diese Kunststoffe hitzeempfindlich sind, ist meine Tasche nicht trocknergeeignet.

Die verwendeten Steckschließer sind aus Acetal – ein ziemlich stabiler, haltbarer Kunststoff. Er hält Temperaturen von – 50°C bis + 110°C aus und nimmt kaum Wasser auf. Somit ist auch dieser Bestandteil
der Tasche maschinenwaschbar.

Taschen wie Umhängetaschen/Handtaschen sind gem. Nr. 16 Anhang V der Textilkennzeichnungs-Verordnung nicht kennzeichnungspflichtig (Täschner- und Sattlerwaren aus Spinnstoffen). D. h. es muss noch nicht einmal vermerkt sein, aus welchem Material die Taschen hergestellt sind, die man so zu kaufen bekommt.

Und Waschanleitungen sind sowieso nicht vorgeschrieben.

Was also tun, wenn ihr einen Fleck in eurer Tasche habt und nicht wisst, woraus sie besteht?

Viele Textilien sind bei 30-40°C waschbar, mit Handwäsche kann man generell nichts falsch machen.
Falsch machen kann man aber etwas beim Waschmittel – wenn man nicht weiß, ob ein Textil tierischen Ursprungs (Seide, Wolle) verarbeitet wurde, sollte man auf gar keinen Fall “normale” Waschmittel (Vollwaschmittel, Universalwaschmittel, Buntwaschmittel, …) verwenden. Denn diese enthalten in der Regel Eiweiß spaltende Enzyme. Tierische Eiweiße werden dadurch aber zerstört. Wenn ihr euch also unsicher seid, solltet ihr lieber auf Wollwaschmittel zurückgreifen, die sind auch für Seide geeignet.

Zum Glück sind aber die meisten Textilien heutzutage gekennzeichnet, ihr wisst also zumindest, woraus sie bestehen. Die meisten Hersteller drucken sogar Pflegehinweise mit aufs Etikett.

Doch selbst da weiß nicht jeder, was welches Zeichen bedeutet. Den einfachen Waschzuber mit Temperaturangabe oder das Bügeleisen kennt ihr sicher und könnt es auch deuten. Doch was, wenn
noch ein Strich unter dem Zuber ist? Und was bedeuten diese Dreiecke?

Auf dieser Seite werden 27 Textilpflegesymbole näher erklärt. 

Nun wünsche ich euch noch einen schönen Abend – und vergesst nicht, dass das Gewinnspiel zum Bloggeburtstag in einem Tag und acht Stunden auf meiner Facebook-Fanpage startet 😉

 

 

 

RUMS – Eine Fahrradtasche aus Wachstuch für mich

Fahrradtasche aus Wachstuch

Vor einer ganzen Weile bin ich auf verschiedenen Blogs auf die Aktion von www.wachstuchverkauf.de gestoßen. Wenn man dem Shop eine Anfrage schickt, bekommt man einen Karton voller Wachstuchresten! Wenn man dazu noch einen eigenen Blog betreibt, bekommt man den Karton … Continue reading

Für die Jüngste

Ich habe schon zum Geburtstag unserer Süßen ein Haarband für sie genäht (mittleres Bild) und das Röckchen kennt ihr ja auch schon (zur Erinnerung, letztes Bild) – beides habe ich heute am zweiten Eingewöhnungstag in der Kita bei dem tollen Wetter mit der neu genähten Wende-Bolero-Weste aus Apfelstöffchen (“Apple of my Eye” von Riley Blake) genäht.

Wenn ihr Anleitungen zu genähten Sachen wollt, müsst ihr nur “Hier” schreien 😉 – Dann bekommt ihr auch eine.

Spontanes Schnäppchen :)

Ich bekam heute einen Anruf, dass ein Gardinen-/Stoffladen mit Nähservice demnächst umzieht und daher ganz viele Stoffreste ab 0,10€ verkauft,viele Stoffe vom Ballen für 1,00€ / lfm und Baumwollstoffe vom Ballen um 50 % reduziert. Da hab ich doch gern die 30 km Fahrtweg auf mich genommen
und Folgendes ergattert:

Stoff Ausverkauf LufeldeDer Feincord-Rest ist 140×150 cm groß, der Strick mit Fransen 140 cm lang und etwa 40 cm hoch. Von dem Frottee für 1€/m waren noch 2,25m auf dem Ballen – da hab ich natürlich gleich den ganzen rest mitgenommen 🙂 Und die beiden Baumwollstoffe kamen zum Schluss noch 4€/m. Genial, oder?

Kuschel-/Krabbeldecke – welche Füllung?

So, ich weiß jetzt wieder, warum ich keine Patchworkdecken fertigen wollte – es dauert soooo lange 🙂

Gemacht hab ich es trotzdem, um meine Stoffreste zu verwerten. Okay, ich bin noch nicht fertig,
aber die Vorderseiten habe ich schon. Außerdem sollen noch neue Topflappen entstehen.

Die versprochene Fotostrecke folgt auch noch. Heute soll es aber um das Volumenvlies für die Füllung gehen.

Da gibt es materialtechnisch zwei Möglichkeiten – Polyester oder Baumwolle.
Je nach Verwendungszweck und persönlichen Vorlieben ist mal das eine, mal das andere empfehlenswert.

Um euch die Entscheidung zu erleichtern, möchte ich euch die beiden Stoffe heute einmal gegenüberstellen:

Baumwolle

Polyester

Pflanzliche Naturfaser Synthetische Chemiefaser (Kunstfaser)
sehr saugfähig wenig saugfähig
trocknet langsam trocknet sehr schnell
trocknergeeignet nicht trockner geeignet
hohe Schmutz- und Ölaufnahmefähigkeit
sehr hautfreundlich weich und geschmeidig
äußerst geringes Allergiepotential allergische Reaktionen/Unverträglichkeiten
nur in Einzelfällen
in feuchtem oder nassen Zustand reißfester
als in trockenem
100% nassfest

Widerstandsfähigkeit gegenüber Motten und anderen Insekten ist recht hoch

licht- & mottenbeständig

leicht entflammbar,
kann aber gekocht und auch sterilisiert werden

schmilzt bei Hitze

besonders langlebig

verrottet nicht

Für meine Kuscheldecken-Projekte habe ich mich jetzt für Volumenvlies aus Baumwolle entscheiden, weil es bei höheren Temperaturen gewaschen werden kann und auch trocknergeeignet ist. Außerdem mag ich Naturfasern lieber.

 

Sport-Schuh-Beutel oder so …

Die drei Beutel – übrigens selbst kreierte Motive – wandern diese Woche noch in meinen Shop 🙂

Zuerst muss ich aber noch Kordeln durchziehen und ordentliche Fotos von machen –
dafür ist aber morgen leider keine Zeit.

Was haltet ihr davon? (Von den Beuteln – nicht vom Zeitproblem 😉 )

Viel zu tun

viel zu tun und zu wenig Zeit dafür.

hab momentan nicht wirkoich was Neues für euch, bin nämlich gesundheitlich angeschlagen

und hab dazu noch einige private Termine.

 

Ich hab aber Fotos (wenn auch etwas verwackelt) von dem neuen Strampelsack (links und Mitte).

Rechts zum Vergleich nochmal der normale Schnitt:

was sagt ihr zu dem Schnitt? Und hat vielleicht jemand Lust auf nen Praxistest?

Weiter gehts

Habe 5 neue Mützen genäht – Gr. 36 bis 44 – morgen werden sie ordentlich in Szene gesetzt
und wandern dann Sonntag in meinen Shop 🙂

Außerdem hab ich ne Schalmütze/bzw. Schlauchschal genäht, der auch Erwachsenen passt.

Mein Strampelsack-Prototyp ist fertig und funktioniert auch ganz gut, allerdings habe ich mir jetzt
einen ganz neuen Schnitt einfallen lassen, weil ich Bedenken bzgl. der Sicherheit habe.

Das werde ich dann morgen vielleicht gleich umsetzen.

Hier aber erstmal fix nicht professionell geknipste Bilder der Mützen: