Resteverwertung & Monsterparty

Meine Tochter hinderte mich am Wochenende zwar an der Beendigung meines Jackenprojektes (sie kam irgendwie gaaaanz kurz an zwei der Stoffteile heran und hinterließ dabei gleich nette Flecken, die nun erst einmal entfernt werden mussten), sie konnte mich aber nicht am Nähen hindern 🙂

Zum Glück hab ich stets ein paar Projekte in petto.

So wollte ich schon länger aus meinen Jerseyresten von siebenblau und lillestoff eine Patchworkdecke nähen, auch wenn ich eigentlich nicht so gerne “patchworke”.

Hinzu kamen dann noch ein paar teile Bio-Molton und Bio-Flanell sowie eine Füllung aus Bio-Baumwoll-Vlies.

 

Am 2.11. – also in 6 Tagen – ist es wieder so weit, mein jüngerer Sohn hat Geburtstag.
Dieses Jahr feiern wir ihn zum 8. Mal und, vermutlich weil so nah an Halloween, sind Monster immer wieder gerne themagebend. Diesmal wird es eine Monster-Übernachtungs-Party mit Kuchen im Halloweenkürbis-Design (ich hoffe, das gelingt dann auch), fledermausförmiger Pizza zum Abendbrot (oder vllt auch viele kleine Fledermauspizzen) und eine Taschenlampenwanderung.

Als ich letztes Wochenende diese Anleitung entdeckte, wusste ich endlich, was die Gäste für ein Präsent bekommen 🙂

Ich habe die Monstazzz passend für 13x14cm Kalt-/Warmkompressen genäht.

Fotos und ein wenig Textilkunde

Hallo – da bin ich wieder!

Heute habe ich ein paar neue Sachen in meinem Shop eingestellt – weitere folgen noch.

Unter anderem sind da zwei Halswärmer aus Norwegerstrick dabei. Diese bestehen aus

  • 41% Polyester
  • 22% Polyacryl
  • 22% Mohair
  • 15% Wolle

Dazu kann ich euch gleich die ersten theoretischen Kenntnisse vermitteln:

Wolle = Haare verschiedener Tiere, geeignet zum Verspinnen und Weben

Eigenschaften: gute Thermoregulation, nimmt Schmutz schlecht an, knittert kaum, schwer entflammbar

Mohair = die Haare der Angoraziege bezeichnet
Eigenschaften: zart, flauschig, strapazierfähig, gutes Wärmerückhaltevermögen

Da Mohair teuer ist und allein auch leicht hart, wird es meist mit anderen Fasern gemischt.
Die positiven Eigenschaften werden dadurch aber nicht verändert.

Außerdem habe ich ja meinen Schnitt für Baby-Strampelsäcke verfeinert.

Und da ich denke ” für die Kleinsten nur das Beste”, hab ich das gesamte Material bei einem Biostoffhändler bestellt.

Wo wir beim zweiten Theorie-Teil wären 😉

Es gibt im Textilbereich verschiedene Bio- und Fairtradestandards/Label:

  1. kontrolliert biologischer Anbau (kbA)
  2. kontrolliert biologische Tierhaltung (kbT)
  3. Global Organic Textile Standard (GOTS)
  4. FAIRTRADE Certified Cotton
  5. IVN Best

1. kbA – kontrolliert biologischer Anbau

– Produkte, die mindestens die EG-Öko-Verordnung erfüllen
– will nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die Produkte mit möglichst wenig Schadstoffen belasten

2. kbT – kontrolliert biologische Tierhaltung

– Produkte, die mindestens die EG-Öko-Verordnung erfüllen
-beeinhaltet artgerechte Tierhaltung und Fütterung und den Verzicht auf Masthilfsmittel
– es wird auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet

3. GOTS

– mindestens 90% Naturfasern, davon höchstens 10% synthetische Fasern oder Viskose sein
– Ausnahme für Socken, Leggins und Sportbekleidung: bis zu 25% synthetische Fasern
– insgesamt müssen mindestens 70% der Fasern von Pflanzen oder Tieren aus kbA oder kbT stammen

– Mercerisieren, also die Veredelung von Baumwollgarnen mit Natronlauge zur Erhöhung des Glanzes ist erlaubt
– optische Aufheller sind ebenfalls zugelassen

– Zutaten und Accessoires (wie bspw. Einlagen, Stickgarne oder Bänder) müssen nicht unbedingt aus Naturfasern
bestehen, z. B. können auch Knöpfe aus Kunststoff eingesetzt werden

4. FAIRTRADE Certified Cotton

– Standards für Baumwolle gelten nur für Kleinbauernorganisationen und Vertragsbauern
– der Fairtrade-Mindestpreis hilft den Bauern die Kosten einer nachhaltigen Produktion zu decken
– der Mindestpreis für Bio-Baumwolle ist höher als der für konventionell angebaute Baumwolle
– die Umweltstandards verbieten den Einsatz von Agrochemikalien und schreiben nachhaltige Produktion vor

– außerdem müssen gewisse Normen bei der Weiterverarbeitung ( wie Entkernung, Spinnen, Färben, Stricken,
Weben, Konfektionieren) eingehalten werden

5. IVN Best

– IVN = Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.
– der Best-Standard liegt weit über der Gesetzgebung der europäischen Union
– setzt die derzeit strengsten ökologischen und sozialen Standards für die Kennzeichnung bei Textilien
– berücksichtigt alle Produktionsprozesse von der Fasergewinnung bis zur Entsorgung

Hier noch mal die Säcke mit dazugehöriger Mütze.

Für beide habe ich Bio-Nähgarn GOTS (aus kbA-Baumwolle) in ecru und hellblau, sowie Bio Bündchenstoff GOTS
(aus 96% kbA-Baumwolle und 4% Elasthan) in blaugrau verwendet.

Für den geblümten Sack habe ich außen den kbA-Stoff der Firma Westfalenstoffe (u.a. chlorfrei gebleicht, keine
Azo-Farbstoffe, keine optischen Aufheller,schwermetallarm, schweiß-, wasch- und speichelecht) verwendet.
Innen habe ich naturfarbenen Bio Molton, IVN best-zertifiziert, vernäht. Er ist beidseitig angerauht, superweich, flauschig, saugfähig – eben bestens geeignet für ein schadstofffreies, wärmendes Innenfutter.

Für den Mond und Sterne Sack habe ich den Biojersey Mond und Sterne GOTS verwendet (Bio-Feinripp-Jersey aus
100% kbA-Baumwolle, angebaut in der Türkei und produziert in Deutschland).
Innen habe ich weissen Bio-Flanell GOTS benutzt. Es ist beidseitig angerauht und daher kuschelweich und warm
– und 100% Natur 🙂

Die Mützen sind jeweils aus dem selben Material wie die dazugehörigen Säcke.

 

So – nun möchte ich euch nochmal an meine Verlosung erinnern. Mitmachen ist ganz einfach:

Bis zum 21.12.12 um21 Uhr einen Kommentar schreiben, in dem ihr mir mitteilt, welches der Motive auf dem Foto euch am besten gefällt.

Wie ihr an ein weiteres Los kommt, habe ich auf der Gewinnspielseite erklärt.

 

Bis dahin