Jung & Alt

Wir waren zum 1. Geburtstag eines Jungen eingeladen, bei dessen Geburt ich dabei war.

Ich wollte ihm etwas Sinnvolles und Selbstgemachtes schenken. Et viola:

Ein “Paare finden” aus Stoff mit Aufbewahrungstäschchen. Waschbar bei 30° im Wollwaschprogramm, weil ich zwar genauer über das Füllmaterial nachgedacht hatte, aber nicht darüber, dass Bastelfilz nicht so toll maschinenwaschbar ist.

Hätte ich da eher drüber nachgedacht, hätte ich für die Rückseite auch einen Baumwollstoff verwendet 🙂

 

Als ich gerade mit dem Nähen davon fertig war, kam meine Bekannte Sandra H. vorbei, die schon länger in der Altenpflege tätig ist und seit Neuerem auch in der Beschäftigung. Sie fand das Paare finden toll und schnell entwickelten wir eine Idee für ein vielseitiges Beschäftigungsset, welches sicher nicht nur in der Altenpflege Spaß macht.

Wer mag, kann sich ja mal meine Präsentation dazu anschauen: Sinntraino

Die Umsetzung wird noch ein paar Tage dauern, Bilder vom fertigen Set wird es hier dann aber auch noch geben und ich hoffe doch sehr, dass sich dem dann noch ein Erfahrungsbericht hinzufügen wird 🙂

Smeeloptico ist übrigens zusammengesezt aus : smell (riechen), feel (fühlen, tasten) und optic (sehen).

Welche Bezeichnung gefällt euch besser? Sinntraino oder Smeeloptico?

 

Ich habe übrigens auch ein paar neue Mützen (sog. Beanies) genäht, zuvor habe ich aber meine “Schnitt” etwas optimiert.
vorher hatte immer nur den Kopfumfang in die Berechnung mit einbezogen und die Höhe dann nach Gefühl festgelegt.

Nun habe ich aber ein Grundmuster für mich geschaffen, welches ich leicht auch auf andere Größen anwenden kann.
Wie ich das genau mache, bleibt aber (vorerst) geheim 🙂

Außerdem gibt es ja im Netz schon genug Mützenschnitte, als dass ich dem meines noch hinzufügen müsste.

Aber das Ergebnis zeige ich euch gern:

Da ich ausschließlich dehnbare Stoffe verwendet habe, passt sie auch nicht nur gut für die gedachte Größe, sondern wächst sozusagen noch mit 😉

Die Mütze von meinem Kleinen (s. Bild, KU 53cm) kann auch noch mein Großer tragen (KU 55 cm), ohne dass sie dem Kleinen rutscht oder dem Großen drückt 🙂

Die Mützen rechts unten waren übrigens ein Kundenwunsch in Größe 47, die etwas länger passen soll. Aufgrund dieses Wunsches hatte ich mir überhaupt erst diese Gedanken gemacht und den Schnitt angepasst. Und meine Jungs waren dann sozusagen mein Versuchsobjekt, bevor ich den Kundenwunsch umsetzte .

“Wetten, dass” – Nähen

 

… ist scheinbar nix für mich.
Erst starte ich mit fast einer halben Stunde Verspätung und dann geht auch noch so einiges schief.

Hier erst einmal meine Zuschnitte:

– 2 Eierwärmer

– 2 Topflappen

– 1 Eier-/Brötchenkorb

– 1 Schürze

 

Gestartet habe ich mit den Eierwärmern.
Zuerst habe ich vergessen die Applikation  anzunähen. Nachdem ich noch einmal aufgetrennt und appliziert
hatte, war ich ganz zuversichtlich – bis nachher die Unterkante schief war…

Weiter ging es dann mit den Topflappen, da hab ich dann an die Applikationen gedacht,
allerdings ist mir da auch die Unterkante etwas misslungen.

Der Brötchenkorb war dann der Oberknaller. Ich hatte gerade schön ordentlich den kreisförmigen Boden in das
Außenkörbchen genäht, als mir auffällt, dass ich was vergessen habe – die Applikationen sind noch nicht
angenäht…

Fix nachgeholt, stolz auf die Arbeit, am Kanten ausbügeln und dann… – Hätt’ ich ‘ne Krise kriegen können!

Hab ich doch den Boden oben angenäht statt unten (Häschen und Küken standen auf dem Kopf).
Also noch einmal aufgetrennt und den Boden wirklich am Boden angesteckt und genäht.

Der Rest ging dann zum Glück gut. ist aber eine ganz schöne Fummelei, die ganze wieder Auftrennen…
Naja, dann war die Kleine unruhig und verlangte nach mir und als sie schlief war’s dann zu spät.
Ich hatte jetzt übrigens keine Zeit mehr, alles noch einmal zu bügeln, wie man unschwer erkennen kann.

So hab ich nur noch die ersten Schritte meiner Schürze geplant und werd mich gleich ins Bett begeben.

Vielleicht habt ihr ja eine Idee, wie ich die Fehler an Eierwärmer und Topflappen kaschieren kann?


So, etwas Gutes gab es heute aber auch noch:

Mütze und Kleidchen für unsere Kleine (heut vormittag entstanden)

 

Und dann haben wir noch ein Aufbau-Regal für eine meiner 2Malm-Kommoden gekauft.
Da konnte ich glatt mal Ordnung schaffen und genug Platz für mein Baumwollvlies schaffen,
indem ich die kleinen Stöffchen mit ins Regal sortiert habe.

Ganz unten links ist übrigens fertig genähter “Kleinkram” und recht daneben Platz für meine
begonnenen Projekte, die als Nächstes anstehen.
 

 

Fotos und ein wenig Textilkunde

Hallo – da bin ich wieder!

Heute habe ich ein paar neue Sachen in meinem Shop eingestellt – weitere folgen noch.

Unter anderem sind da zwei Halswärmer aus Norwegerstrick dabei. Diese bestehen aus

  • 41% Polyester
  • 22% Polyacryl
  • 22% Mohair
  • 15% Wolle

Dazu kann ich euch gleich die ersten theoretischen Kenntnisse vermitteln:

Wolle = Haare verschiedener Tiere, geeignet zum Verspinnen und Weben

Eigenschaften: gute Thermoregulation, nimmt Schmutz schlecht an, knittert kaum, schwer entflammbar

Mohair = die Haare der Angoraziege bezeichnet
Eigenschaften: zart, flauschig, strapazierfähig, gutes Wärmerückhaltevermögen

Da Mohair teuer ist und allein auch leicht hart, wird es meist mit anderen Fasern gemischt.
Die positiven Eigenschaften werden dadurch aber nicht verändert.

Außerdem habe ich ja meinen Schnitt für Baby-Strampelsäcke verfeinert.

Und da ich denke ” für die Kleinsten nur das Beste”, hab ich das gesamte Material bei einem Biostoffhändler bestellt.

Wo wir beim zweiten Theorie-Teil wären 😉

Es gibt im Textilbereich verschiedene Bio- und Fairtradestandards/Label:

  1. kontrolliert biologischer Anbau (kbA)
  2. kontrolliert biologische Tierhaltung (kbT)
  3. Global Organic Textile Standard (GOTS)
  4. FAIRTRADE Certified Cotton
  5. IVN Best

1. kbA – kontrolliert biologischer Anbau

– Produkte, die mindestens die EG-Öko-Verordnung erfüllen
– will nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die Produkte mit möglichst wenig Schadstoffen belasten

2. kbT – kontrolliert biologische Tierhaltung

– Produkte, die mindestens die EG-Öko-Verordnung erfüllen
-beeinhaltet artgerechte Tierhaltung und Fütterung und den Verzicht auf Masthilfsmittel
– es wird auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet

3. GOTS

– mindestens 90% Naturfasern, davon höchstens 10% synthetische Fasern oder Viskose sein
– Ausnahme für Socken, Leggins und Sportbekleidung: bis zu 25% synthetische Fasern
– insgesamt müssen mindestens 70% der Fasern von Pflanzen oder Tieren aus kbA oder kbT stammen

– Mercerisieren, also die Veredelung von Baumwollgarnen mit Natronlauge zur Erhöhung des Glanzes ist erlaubt
– optische Aufheller sind ebenfalls zugelassen

– Zutaten und Accessoires (wie bspw. Einlagen, Stickgarne oder Bänder) müssen nicht unbedingt aus Naturfasern
bestehen, z. B. können auch Knöpfe aus Kunststoff eingesetzt werden

4. FAIRTRADE Certified Cotton

– Standards für Baumwolle gelten nur für Kleinbauernorganisationen und Vertragsbauern
– der Fairtrade-Mindestpreis hilft den Bauern die Kosten einer nachhaltigen Produktion zu decken
– der Mindestpreis für Bio-Baumwolle ist höher als der für konventionell angebaute Baumwolle
– die Umweltstandards verbieten den Einsatz von Agrochemikalien und schreiben nachhaltige Produktion vor

– außerdem müssen gewisse Normen bei der Weiterverarbeitung ( wie Entkernung, Spinnen, Färben, Stricken,
Weben, Konfektionieren) eingehalten werden

5. IVN Best

– IVN = Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.
– der Best-Standard liegt weit über der Gesetzgebung der europäischen Union
– setzt die derzeit strengsten ökologischen und sozialen Standards für die Kennzeichnung bei Textilien
– berücksichtigt alle Produktionsprozesse von der Fasergewinnung bis zur Entsorgung

Hier noch mal die Säcke mit dazugehöriger Mütze.

Für beide habe ich Bio-Nähgarn GOTS (aus kbA-Baumwolle) in ecru und hellblau, sowie Bio Bündchenstoff GOTS
(aus 96% kbA-Baumwolle und 4% Elasthan) in blaugrau verwendet.

Für den geblümten Sack habe ich außen den kbA-Stoff der Firma Westfalenstoffe (u.a. chlorfrei gebleicht, keine
Azo-Farbstoffe, keine optischen Aufheller,schwermetallarm, schweiß-, wasch- und speichelecht) verwendet.
Innen habe ich naturfarbenen Bio Molton, IVN best-zertifiziert, vernäht. Er ist beidseitig angerauht, superweich, flauschig, saugfähig – eben bestens geeignet für ein schadstofffreies, wärmendes Innenfutter.

Für den Mond und Sterne Sack habe ich den Biojersey Mond und Sterne GOTS verwendet (Bio-Feinripp-Jersey aus
100% kbA-Baumwolle, angebaut in der Türkei und produziert in Deutschland).
Innen habe ich weissen Bio-Flanell GOTS benutzt. Es ist beidseitig angerauht und daher kuschelweich und warm
– und 100% Natur 🙂

Die Mützen sind jeweils aus dem selben Material wie die dazugehörigen Säcke.

 

So – nun möchte ich euch nochmal an meine Verlosung erinnern. Mitmachen ist ganz einfach:

Bis zum 21.12.12 um21 Uhr einen Kommentar schreiben, in dem ihr mir mitteilt, welches der Motive auf dem Foto euch am besten gefällt.

Wie ihr an ein weiteres Los kommt, habe ich auf der Gewinnspielseite erklärt.

 

Bis dahin

 


 

 


Weiter gehts

Habe 5 neue Mützen genäht – Gr. 36 bis 44 – morgen werden sie ordentlich in Szene gesetzt
und wandern dann Sonntag in meinen Shop 🙂

Außerdem hab ich ne Schalmütze/bzw. Schlauchschal genäht, der auch Erwachsenen passt.

Mein Strampelsack-Prototyp ist fertig und funktioniert auch ganz gut, allerdings habe ich mir jetzt
einen ganz neuen Schnitt einfallen lassen, weil ich Bedenken bzgl. der Sicherheit habe.

Das werde ich dann morgen vielleicht gleich umsetzen.

Hier aber erstmal fix nicht professionell geknipste Bilder der Mützen:

Kalt draußen…

Und deswegen habe ich meinen Kindern neue Mützen verpasst 😀

(gibt doch echt immer wieder nen Anlass, was Neues zu nähen)

 

oben: für meine Kleine, zum Vergleich nochmal mit passendem Strampelsack

unten: für meine Söhne – sind aber nur zwei Mützen (zum Wenden), links für den Großen, rechts für den Kleinen

    Wenn wir schon mal beim kleinen sind…

seinen Geburtstag plane ich ja auch noch weiter. Für die Schatzsuche bereiten wir zwei Varianten vor,
eine für drinnen (Geschichte von einem nahegelegen Schatz, Übergabe der Schatzkarte und in die Suche werden 2 Spiele und ein paar Rätsel eingebaut) und eine für draußen (schicke meinen Mann und meinen Großen mit Kreide oder Zettel und Schrift vor und die kleinen Gäste jagen den beiden dann hinterher
und finden am Ende den Schatz).

Ach und ich kann mir bald viele neue Stoffe kaufen – bei IKEA, habe nämlich eine 50€-Gutscheinkarte gewonnen in der hej-Community !

Und die Stoffe werde ich brauchen, mein Vorhaben kann nämlich am Mitte November in die Tat umgesetzt werden. Handwerkskarte ist schon in Arbeit 🙂